Ein ganzes Leben für die Kunst.

ERWIN WORTELKAMP

20.09.2019 – 26.07.2020

Ausstellungsansicht Museum DKM,, Raum I
Foto: SKDM

Das Museum DKM widmete dem Bildhauer Erwin Wortelkamp eine Werkschau auf der gesamten Wechselausstellungsfläche. Die Arbeiten repräsentierten eine über 40-jährige Schaffensphase, von den siebziger Jahren bis heute. Die Sammler und Museumsgründer Dirk Krämer und Klaus Maas verfolgen das Werk des Bildhauers Erwin Wortelkamp bereits seit zwanzig Jahren. Erwin Wortelkamp bevorzugt für seine autonomen Skulpturen seit Jahrzehnten besondere Innen- und Außenräume. Wortelkamp bezieht die Wirkung des jeweiligen Ortes auf die Wahrnehmung der Arbeiten als Teil künstlerischer Gestaltung mit ein. Dabei schafft er jedoch keine im herkömmlichen Sinne ortsbezogenen Arbeiten, sondern untersucht, wie sich diese, aus dem «heimischen» Atelier entnommen, in neuen Kontexten verhalten. Der Schüler des dänischen Eisenbildhauers Robert Jakobsen schafft weniger Skulpturen für einen spezifischen Ort, im Gegenteil findet er besondere Orte für seine Skulpturen.

Den Ausgangspunkt für die Entwicklung einer raumbezogenen Konzeption bildete eine bereits 2001 in der Galerie DKM im Duisburger-Innenhafen ausgestellte, raumgreifende Skulptur aus gekalkter Eiche. Das Werk entstand im Kontext, mit der gleichzeitigen Ausstellung Skulptur – Architektur im Lehmbruck Museum und der gesamten Stadt Duisburg gezeigten Ausstellung, entstandene Werk stellte Wortelkamp, die ein bedeutendes Thema in seinem Schaffen zusammenfasst, mit dem er sich seit Jahrzehnten immer wieder auseinandersetzt. Eine weitere gekalkte Holzskulptur Der Schritt, ist jedoch dreiteilig und wesentlich feingliedriger und veranschaulicht die Möglichkeiten dieses Mediums. Der Schritt wurde bereits 2007 im Arp-Museum ausgestellt. Auf den ersten Blick einen starken Kontrast bildende, filigrane Zeichnungen befassen sich inhaltlich mit demselben Thema, das auch die Holzskulpturen aufgreifen: in der Auseinandersetzung mit dem Bildhauer und Architekten Filarete (Antonio di Pietro Averlino um *1400 in Florenz; um +1469 in Rom?) verweist Wortelkamp auf anfängliches Bauen, ein Tragen und Lasten, wie auf ein Werden und Vergehen.

Ausstellungsansicht Museum DKM, Raum IV
Foto: SDKM

Werke in der Ausstellung

Raum I

Skulptur – Architektur, 2001
Holz, Kalk
80 x 60 x 720 cm

Stand-Spielbein, 2007
Holz, Kalk
2-teilig, 343 x 38 x 33 cm und 289 x 26 x 12 cm

Anfängliches Architekturmensch, 1988
Papier, Rapidograph
2-teilig, 32,7 x 23,7 cm

Anfängliches Architekturmensch, 1989
Papier, Rapidograph
3-teilig, 23,7 x 32,7 cm

o.T., 2019
Karton, Leinöl, Pigmente, geritzt, herausgelöst
38 x 52 cm

Paar 1, 2000
Eisenguß
45,5 x 5,5 x 4,5 cm und 42,5 x 10,5 x 8,5

Durchdringung, 2015
Ast, Blatt
5 x 15 x 11 cm

Ummantelung, 1976
Holz, Eisen
3-teilig, 191 x 12 x 60 cm, 128 x 22 x 15 cm und 90 x 20 x 19 cm

Raum II

Orangen für Hans von Marées

Orangenfeld, 1996 – 2019
182 Orangen
Gips, Pigmente, Eisenguss
jeweils ca. 8 13 cm (D)
3-teilig, 191 x 12 x 60 cm, 128 x 22 x 15 cm und 90 x 20 x 19 cm
14 Aquarelle
Papier, Leinöl, Pigmente
jeweils 70 x 50 cm
Privatsammlung

o.T (9 Prägedrucke), 1994 1996
Papier, Dispersionsfarbe
jeweils 91,5 x 79 cm
Privatsammlung

Große Orange, 2001
Holz, Leinöl
120 x 120 x 120 cm
Privatsammlung

Paar, 1990
Holz, Kalk, Pigmente
2-teilig, 2006 x 49 x 32 cm und 2004 x 60 x 50 cm
Privatsammlung

o.T., Hans von Marées, o.J.
Röthelzeichnung
29,8 x 13,6 cm
Privatsammlung

o.T., Hans von Marées, o.J.
Bleistiftzeichnung
25,3 x 15,8 cm
Privatsammlung

Raum III

Vielleicht ein Baum I, 1974
Eisen
251 x 125 x 1,1 cm

Gelbe Reliefs (Nr. I), 1983
Holz, Eisen Farbe
198 x 57 x 13 cm
Privatsammlung, Gerolsheim/Frankental

Gelbe Reliefs (Nr. IV), 1983
199 x 54,5 x 19 cm
Privatsammlung, Mannheim
Nr. V: 199 x 57 x 16,5 cm

Für Karlheinz Nowald, 2015
Holz, Kalk
7-teilig, 205,5 x 54 bis 66 x 1 bis 10 cm

Um den 21. September herum, 1993
Holz, Kalk, Eisen
215 x 130 x 85 cm

Relief, organisch-vegetativ, Nr. 3, 1978
Eisen
155 x 75 x 35 cm
Privatsammlung, Mannheim

Relief Torso, 1979
Eisen
228 x 93 x 50 cm

o.T., 1983
Karton, Dispersion, Kreide, Bleistift
30 x 11,9 cm
Karton, Dispersion, Kreide
30 x 11,9 cm
2 Arbeiten
Karton, Dispersion, Kreide
30 x 11 cm

Raum IV

Afrikanische Skulpturen, Unbekannt
31,3 x 15,8 x 3 cm (Sockel 8 x 8 x 0,7 cm) und 11,8 x 2,6 x 3,4 cm

Im Dialog mit sich und darüber hinaus, 2019
Holz, Kalk
2-teilig, 335 x 67 x 32 cm und 334,5 x 68,5 x 30 cm

o.T., 2003
Holz
2-teilig, 37,4 x 5,8 x 4,4 cm und 45 x 8,1 x 7,5 cm

o.T., 2005
Papier, Leinöl, Pigmente, geritzt, herausgelöstes Papier
3-teilig, jeweils 47,9 x 33,3 cm

o.T., 2004
Papier, Leinöl, Pigmente, geschnitten, herausgelöstes Papier
100 x 70 cm

o.T., 2004
Papier, Leinöl, Pigmente, geschnitten, herausgelöstes Papier
61 x 86 cm

Raum V

Köpfe, 1982
Dispersion auf Papier
15-teilig (von 20), jeweils 58,8 x 58,8 cm

Köpfe, 1984
Dispersion auf Papier
4-teilig, jeweils 90,5 x 80 cm

Kopf, 1982/1983
Holz, Farbe
110 x 110 x 120 cm

Köpfe, 1982/1983
Bronze
Bronze, vergoldet
jeweils 18 x 18 x 14 cm

Raum VI

Orangen – für Hans von Marées, 2010
Papier, Leinöl, Terpentin, Pigmente
70 x 100 cm und 100 x 70 cm

Orangen – für Hans von Marées, 2010
Papier, Leinöl, Terpentin, Pigmente, geritzt, herausgelöstes Papier
8 Arbeiten, 37 – 48,2 x 29 bis 44,8 cm

Für Hans von Marées, 2003
Holz, Kalk
40 x 24 x 15,5 cm, 31 x 20,5 x 31,5 cm, 20 x 22,5 x 13,5 cm

Für Hans von Marées, 2004
Holz, verleimt, Kalk
36,5 x 15 x 32,5 cm

Für Hans von Marées, 2004
Holz, verleimt, Kalk, Farbe
21 x 30,5 x 15,5 cm

(Sofern nicht anders angegeben alle Arbeiten im Besitz des Künstlers)

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