Gemeinsamkeiten

Claudia Terstappen (DE, AU)
Richard Long (GB)

01.08.2020 – 07.03.2021

Ausstellungsansicht "Gemeinsamkeiten. Richard Long und Claudia Terstappen", Museum DKM, ©Stiftung DKM

In diesem Teil der Ausstellung unter dem Titel „Gemeinsamkeiten“ begegnen sich Arbeiten der Fotografin Claudia Terstappen und des Land Art Künstlers Richard Long. Beide fungieren während ihrer Reisen als Suchende, die besondere Orte aufspüren. Sie sammeln Objekte, die mit spirituellem Sinn belegt werden und thematisieren diese in ihren Werken – wenn auch mittels unterschiedlicher Technik und Herangehensweise.

Claudia Terstappen dokumentiert in der Serie Places of worship Japan (2004) als heilig geltende Orte. Sie fotografiert etwas, was eigentlich nicht abbildbar ist, nämlich dessen Aura – im Sinne Walter Benjamins – „als einmalige Erscheinung einer Ferne, so nah sie sein mag“. So zeigt die Arbeit Autumn spirit dieser Serie herbstlich gefärbte Bäume, die den Zyklus von Vergänglichem und Erneuerung signalisieren. Das Bild der Herbstbäume wird somit zur Metapher für die Flüchtigkeit des Lebens.

Richard Long hingegen macht die Kulturtechnik des Wanderns und Gehens zur Kunst und lässt Werke als Erinnerungsobjekte an eine spirituelle Reise entstehen. Zu Longs Leitgedanken gehört das Moment der Transformation – er verwandelt die subjektive Naturerfahrung durch seine Bewegung in Kunst und thematisiert so die Umwandlung von Dingen sowie den Wandel der Zeit und Kontext als ein Konzept. Der Außenraum wird zur Innenskulptur, die im Raum und als Raum wirkt.

In den mythologisch aufgeladenen Formen von Labyrinth, Spirale, Kreis und Linie lassen sich Anklänge an das Motiv des Lebensweges finden. Die Red Stone Line (Bern, 1977) ist eine im Werke Longs einzigartige Form. Seit 1992 als Dauerleihgabe im Lehmbruck Museum verortet, ist sie nun erstmalig im Museum DKM ausgestellt.

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