Sonderführung zum internationalen Museumstag: Die Sammlung als Ausschnitt der Weltkulturen und das Museum in der Tradition des Bauhaus

Anlässlich des internationalen Museumstags am Sonntag, den 19. Mai führen die Sammler und Museumsgründer Dirk Krämer und Klaus Maas Besucher um 15 Uhr selbst durch ihr Haus. In der einstündigen Führung werfen sie einen Blick auf ihre Wurzeln, ihre Vorbilder und die Architektur des Museum DKM.

Wir bitten um Anmeldung für die Führung unter Tel.: 0203. 93 555 47 0
Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei in Verbindung mit einer Eintrittskarte.
Eintritt: Erwachsene 12 EUR | Ermäßigt 6 EUR

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Mit ihren weit gespannten Schwerpunkten von traditioneller asiatischer bis moderner europäischer Kunst bietet die private Sammlung DKM einen Ausschnitt der Weltkulturen. Damit knüpft sie an eine Tradition namhafter privater Sammlungen an, denen die Zusammenstellung scheinbar divergenter Positionen und die gleichberechtigte Berücksichtigung europäischer und nicht-europäischer, traditioneller und zeitgenössischer Kunst gemeinsam sind. Freiherr Eduard von der Heydt (1882–1964), Karl Ernst Osthaus (1875–1929) und Karl-Heinrich Müller (1936–2007) stellten ebenfalls Werke außerhalb des europäischen Bezugsrahmens aus – nicht als ethnografische Artefakte, sondern aufgrund ihres künstlerischen Werts.

Seit 1946 bildet die ostasiatische Sammlung des Freiherr Eduard von der Heydt den Grundstock des Museum Rietberg in Zürich. Seine wertvolle Gemäldesammlung stiftete er 1952 dem Städtischen Museum Wuppertal, das seit 1961 nach ihm benannt ist. Mit dem 1902 in Hagen eröffneten Folkwang-Museum, das als weltweit erstes Museum moderner Kunst gilt, prägte Karl Ernst Osthaus die Kulturlandschaft der Region entscheidend. Sein Anspruch der Umgestaltung des gesellschaftlichen Lebens durch die Kunst kam auch in seiner zweiten Museumsgründung 1909, dem “Deutschen Museum für Kunst in Handel und Gewerbe”, zum Ausdruck. Karl-Heinrich Müller schuf mit der 1987 eröffneten Museumsinsel Hombroich gemeinsam mit den Künstlern Gotthard Graubner und Erwin Heerich sowie dem Landschaftsplaner Bernhard Korte einen einzigartigen Kulturraum, in dem Kunst, Landschaft und Natur eine Einheit bilden.

Die Präsentationen tragen die individuelle Handschrift ihrer Sammler. Ihr Ziel ist es nicht, einen kunsthistorischen Überblick zu schaffen. Vielmehr sind Besucher angehalten, den ästhetischen Wert der Objekte und die Bezüge zwischen Ihnen selbst zu entdecken.

Gemeinsam ist den Sammlern auch, dass sie ein großes Augenmerk auf die Architektur ihrer Sammlungspräsentationen legen. Karl-Ernst Osthaus und Karl-Heinrich Müller ließen Anlagen in enger Zusammenarbeit mit Ihnen bekannten Architekten errichten, die neue Maßstäbe setzten.

Die zurückhaltende, die Kunst in den Vordergrund stellende Architektur des Museum DKM steht in der Tradition des Bauhaus, das in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert. Der Schweizer Architekt Hans Rohr (*1945) verwandelte die ehemalige Wohn- und Gewerbeimmobilie in ein Haus für die Kunst, das über 2.700 qm Ausstellungsfläche verfügt. Im Rahmen der Führung wird das Motto des internationalen Museumstags “Museen – Zukunft lebendiger Traditionen” somit nicht nur auf die Sammlung, sondern auch auf die besondere Architektur des Hauses bezogen.

Tiergefäße aus Amlash/Iran um 1000 v.u.Z.
Foto: Werner J. Hannappel
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